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Sonnenuntergang am Hochgrat, nur leider keine Zeit

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Es war 15:50 Uhr und mal wieder war ich etwas zu spät dran… genauer gesagt 5 Minuten. Doch ich hatte Reine ein bisschen Druck gemacht, dass ich heute nicht so viel Zeit habe.

Es war also nicht so optimal, dasS ich nun zuspät war, allerdings hatte ich die Anfahrt aus Kempten zum Hochgart etwas unterschätzt. Vorallem in der Faschingswoche,in der im Allgäu eh immer extrem viel los ist.

Ich habe fast eine ganze Stunde von Kempten zum Hochgrat benötigt und als ich dort ankam, war Reine zum Glück noch nicht da.

„Puhh Glück gehabt, niemand hat gemerkt, dass ich zu spät war.“

Keine 5 Minuten später fuhr Reine auf den Parkplatz der Bergstation, auch er hatte sich aus Wangen etwas mit der Zeit verschätzt.

Also machten wir uns fertig, er war mit Schneeschuhen unterwegs und ich mit meinem Splitboard um noch mehr Erfahrungen zu sammeln.

Ich habe vor in den nächsten Tagen einen Artikel über meine Erfahrungen mit dem Splitboard zu schreiben, allerdings sammele ich gerade noch ein bisschen.

Hochgrat-Sunset02

Wir starteten auf der blauen Talabfahrt und kämpften uns auf dieser Piste den Berg hoch.

Die Pisten waren im unteren Teil erstaunlich gut, es lag wohl daran, dass hier keine direkte Sonneneinstrahlung war.

Immer weiter ging es mit mäsiger Steigung den Berg hinauf, immer wieder überholten uns auf einer anderen Route, die etwas steiler ist, Skitourler, welche vor uns auf der Hütte seinen wollten.

Da wir um 16:15 Uhr erst los gingen, liefen wir so ein bisschen gegen die Zeit, denn ich hatte eigentlich nur bis 18:00 Uhr Zeit. Aber der Wille den „Grat“ zu erreichen war da und so ging es weiter ohne große Pausen, bis wir ca. 150 hm unter der Oberlauchalpe an ein echt „mega“-steiles Stück kamen. Ich rutschte mit meinem Splitboard immer wieder zurück – meine Stöcke krächsten unter dem Druck, den ich auf sie ausübte. Ich versuchte den Berg schräger hoch zu gehen und hatte Erfolg, denn meine Bretter und die Felle hatten wieder Grip und ich rutschte nicht jeden Schritt wieder hinunter.

Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätte ich auf jeden Fall die „Harscheisen“(eine Art Steigeisen für Splitboards)angebaut. Allerdings hatten wir nur noch 30 Minuten und immer noch 300 hm und irgendwie wurde das letzte Stück nicht wirklich flacher.

Unser Glück war, dass man nach der Oberlauchalpe auf eine Nebenstrecke ausweichen konnte, die sich in Kehren den Berg hoch schlängelte (allerdings immer noch recht steil).

Verdammt ich schaute auf die Uhr und stellte fest:

es ist 18:00 Uhr – Caro wartet ….

es waren aber nur noch maximal 100 hm und vielleicht noch 10-15 Minuten. „Okay“ sagte ich zu Reine und wir liefen weiter. Das schaffen wir und der Grat ist nicht mehr weit weg.

Hochgrat-Sunset06

Also machten wir uns auf um die letzten 100 hm zu erklimmen. Die Sonne war nun ganz unter gegangen und wir konnten während des Aufstieges die ganze Zeit einen wahnsinnigen Sonnenuntergang betrachten.

Hochgrat-Sunset07

Das Panorama dieser Runde ist einfach nur der Hammer, wenn der Bodensee nicht im Nebel gelegen wäre, hätte wir ihn auch sehen könnnen. “ Wir wohnen schon schön :)“

Oben angekommen musste alles ganz schnell gehen, wir hatten leider keine Zeit ins „Staufener-Haus“ zu gehen um das wohlverdiente Gipfelbier zu trinken, nein wir mussten wieder runter.

Verdammt – wir hatten die Stirnlampen vergessen. Es war ja fast klar, dass nicht alles klappen konnte an so einem Tag.

Also mussten die Handys herhalten – Handytaschenlampe an, Handschuh aus und abwärts ging es.

Beim Herrunterfahren sind uns sicher über 50 Skitouren-Läufer entgegen gekommen, also sollte man, wenn man ein Platz in der Staufner Hütte an einem Donnerstag haben möchte, vor 18:00 Uhr los laufen, sonst wird es sicher eng.

Die Abfahrt selber war mehr schlecht als Recht, die Piste eisig und das Backcountry so verfahren, dass es auch nicht viel besser war. Aber irgendwie kamen wir dann doch wohlbehütet und glücklich unten an.

Es ist eine super „After-Work-Tour“ mit mega Aussicht – lohnt sich auf jeden Fall.

Was macht ihr für Touren unter der Woche?

Schreibt mir doch einen Kommentar, ich würde mich freuen.

Gruß Moritz

Der Beitrag Sonnenuntergang am Hochgrat, nur leider keine Zeit erschien zuerst auf Gipfelträumer.


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